Hintergrund

Donnerstag, 28. Mai 2015

Was aus den Lila Zipfeln wurde...

Hallo ihr Lieben,

ich hab in letzter Zeit immer mal wieder an einem Projekt genäht. Das Problem war, dass ich auf dem Blog von der lieben Lorkyn ein sehr schickes Kleid gesehen habe - mit Lila Zipfeln. Und ausnahmsweise wollte ich mal etwas genau so nach nähen. Da sie kein Schnittmuster verwendet hat, musste ich das etwas zusammen pfriemeln - aus einem T-Shirt Schnitt und einem Foto, dass sie zu meinem Glück, von ihrem Kapuzenschnittteil für mich gemacht hatte.
So weit so gut.
Leider ist das Kleid sehr kurz geworden. Ich hatte den T-Shirt Schnitt nicht weit genug verlängert. Auf Grund der Zipfel konnte ich aber nicht einfach unten etwas ansetzen. Was also tun? Das hat mich ewig aufgehalten und ich habe schon befürchtet, es würde ein Ufo werden... doch dann kam mir eine zündende Idee!
Warum nicht auseinanderschneiden und etwas dazwischen nähen? Ich wollte sowieso mal ein Kleid nähen, das auf Hüfthöhe einen Bündchenstreifen hat.
Das wollte ich aber eigentlich bei einem Kleid machen, das etwas gemustert ist - bei einem einfarbigen Kleid stellte ich mir das nicht ganz so gut vor. Also habe ich etwas gemusterten Stoff ins Spiel gebracht - also eigentlich nur schwarz mit hellen Tupfen, aber meiner Meinung nach der Bringer ;)

Bei der ganzen Aktion ist das Kleid nun etwas asymetrisch geworden, was sich beim Zuschneiden so ergeben hat. Ich hatte die Wahl, den Jersey entweder gerade zu schneiden, und auf die Art einen Rest zu produzieren der sich für fast nichts mehr eignet - oder einen asymetrischen Rockteil anzusetzen. Ich habe dann auch noch die Zipfel angeglichen.

Und so siehts aus:


Ich hab alles mit der Rollsaumfunktion meiner Overlock abgenäht und dabei kräftig gezogen, damit dieses hübsche Wellenmuster entsteht. Ich hab das zum ersten Mal gemacht und es gefällt mir hier sehr gut. Unterstützt den flatternden Look.


Das ist die Kapuze, die ich mir zusammen gebastelt habe. Mit Hilfe von besagtem Foto war es auch garnicht so schwer. Im Prinzip wie eine große Gugel-Kapuze, man muss nur den Halsausschnitt etwas auf das Kleid anpassen. Dazu hab ich das Kleid Schulternaht auf Schulternaht gelegt und auf einem Stück Papier abgezeichnet, wie die Kurve von Vorder- zu Rückteil verläuft. Dann hab ich ein Maßband so um meinen Kopf gelegt, wie die Kapuze fallen soll, die Strecke halbiert und als Höhe angesetzt. Der Rest war mit Hilfe von dem Bild von Lorkyn kein Problem ;)


Und so sieht sie aufgesetzt aus:


Das Haarband hab ich auch selbst gemacht. Es wird mit Hilfe von 5 Jerseystreifen geflochten. Ich hab das schon im Februar auf dem Blog von Freinaht gesehen und nun endlich nachgemacht.


Zum Fotografieren waren wir am Pfingstmontag auf der Burg Eberbach. Da ging es mir endlich wieder einigermaßen gut, nachdem ich die ganze vorherige Woche flach lag. Aber meine Ärztin sagt, das geht gerade rum.
Die Burg zu finden war etwas schwierig. Wir haben ja keine Handys mit Internet und da ist es dann etwas schwierig, wenn in ganz Eberbach nur zwei Schilder zur Burg weisen ;)


Aber die Suche hat sich gelohnt. Es sind nur Ruinen übrig, aber die sind dafür sehr schön. Ich mag das ja, wenn Burgmauern so mit Efeu übrrankt sind.
 

Was die anderen Mädels gewerkelt haben, seht ihr wie immer bei Rums und bei Meertje!

Eure Rike
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